Der Arbeitskreis Darstellendes Spiel in der Grundschule hat sich seit Gründung der LDS nur sporadisch getroffen.

Die Problematik des Darstellenden Spiels in der Grundschule ist es, dass es zwar allerorten praktiziert und durchgeführt wird, dass aber eine currikulare Grundlage oder grundlegende Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen interessierter LehrerInnen nahezu vollständig fehlen. Es ist bisher auch nicht erkennbar, dass zielgerichtete Initiativen von Seiten der Senatsschulverwaltung unternommen werden, um diese Situation zu verändern. Wenn man die Fortschritte im Bereich der Sekundarstufe I und II sieht, kann dies nur verwundern.

Die LDS und Arbeitskreis sehen daher eine wesentlichen Aufgaben darin, diese Situation mittel- und langfristig zu verändern.

Wir gehen davon aus, dass im Zuge der grundsätzlichen Überarbeitung der Rahmenpläne auch die Pläne der musischen Fächer überarbeitet werden. Im Rahmen der Neudefinition der ästhetischen Erziehung im vorfachlichen Unterricht wird daher sehr genau darauf zu achten sein, daß das Darstellende Spiel in diesen Bereich in seiner eigenständigen Qualität aufgenommen und integriert wird. Das erfordert naturgemäß die Entwicklung currikularer Strukturen, zu denen der Arbeitskreis seinen Beitrag leisten wird.

Eine sinnvolle Aus- und Fortbildung kann aus heutiger Sicht nur in starker Verknüpfung mit den Ausbildungsgängen der Sekundarstufe 1 und 2 erfolgen. Praktikable Modulsysteme werden in anderen Bundesländern schon seit längerem erfolgreich praktiziert. Unser Bestreben wird es sein, eine ähnliche Struktur zu entwickeln und sich für deren Realisierung einzusetzen.

Zudem wird der Arbeitskreis gegen Ende dieses Jahres einige Fortbildungen anbieten, um dem dringenden Bedürfnis vieler LehrerInnen nach neuen Eindrücken und Anregungen Rechnung zu tragen.


Michael Assies
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Norbert Meisenberg
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